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Vorlesetag in der Fachklinik Meckenheim ~ 20141211

Vorlesetag_Fachklinik Meckenheim_20141211

Mehr als 80.000 Vorleserinnen und Vorleser beteiligten sich am 11. Bundesweiten Vorlesetag am 21. November 2014. Diese Initiative der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn, machte aus ganz Deutschland ein Vorleseland.

Wir waren wieder Teil dieser großartigen Idee

und setzten sie um

am 11. Dezember 2014.

Der Vorleseort: die Fachklinik Meckenheim

Einrichtung zur medizinischen Rehabilitation

drogenabhängiger Männer ab 18 Jahren

Wieder im Vorlese-Team: Regina Breetzke, Ingrid Smolarz, Ralf Siepmann (s. Foto)

Und jetzt:

die Vorleseaktion in der Fachklinik

Um 14.30 Uhr treffen wir ein An der alten Eiche 1, ein einfaches Gebäude mit Wohncontainern  an der Seite (die Fachklinik wird zur Zeit renoviert), ist der „Austragungsort“.

Wir tauchen sofort in die willkommene Atmosphäre ein: Nachmittagskaffee mit selbstgebackenen Keksen und Stollen an gedeckten Tischen ~ Platz für an die dreißig Patienten, die sich dort jeden Tag treffen. Worum geht es heute? Heute ist Vorlesung ~ sagt einer.

Die Leiterin der Fachklinik, Frau Karin Kranz, stellt uns vor und heißt alle herzlich willkommen. Und dann geht es, den roten Faden aufnehmend „was bedeutet mir Lesen“ in medias res.

Vorlesen I

Ralf

zollt dem „Austragungsort“ gleich mit dem ersten und zweiten Buch Tribut:

Die andere Geschichte der Bundesliga (Ronald Reng) Wie man willentlich den Platz vereist, um mehr Geld zu verdienen

Mord in der Nordkurve. FC Köln-Krimi (Andreas Schnurrbusch) Ein Krimi rund um die Domstadt, den 1. FC Köln und einen Kripo-Kommissar, der beiden verfallen ist

Regina:

Die Toten Hosen. Am Anfang war der Lärm ( Philipp Oehmke) Ein Stoff mit viel Lokalkolorit, inspiriert vom Lebensgefühl der 80er Jahre

Ingrid:

Zusammen ist man weniger allein (Anna Gavalda) Der Roman handelt von vier jungen Menschen, die trotz ihrer Grundverschiedenheit Ihr Zuhause in einer 300 Quadratmeter großen Wohnung in der Avenue Émile-Deschanel in Paris finden und Freunde werden: der intellektuelle Aristokratensohn Philibert, der ins Stottern gerät, wenn er mit anderen spricht, die magersüchtige Künstlerin Camille, der Koch Franck und dessen Großmutter Paulette, die nicht im Seniorenheim bleiben wollte … Vorlesekapitel: Wie es dazu kommt, dass Paulette Teil der Wohngemeinschaft wird

In der LeseP a u s e ergreifen wir die Gelegenheit zu Gesprächen mit den jungen Männern, während einige wenige draußen vor der Tür zur Zigarette greifen, ist das Eingreifen ins Vorlesen II durch Tim abgemacht …

 

Vorlesen II

Ingrid: zur Einstimmung aus dem „Advent mit Ringelnatz” (Lesezauber, Coppenrath, ISBN 978-3-649-61463-0 mit Brieföffner aus Holz)

MORGENWONNE

Ich bin so knallvergnügt erwacht

Ich klatsche meine Hüften.

Das Wasser lockt. Die Seife lacht.

Es dürstet mich nach Lüften

Ein schmuckes Laken macht einen Knicks

Und gratuliert mir zum Baden.

Zwei schwarze Schuhe in blankem Wichs

Betiteln mich „euer Gnaden”.

Aus meiner tiefsten Seele zieht

mit Nasenflügelbeben

Ein ungeheurer Appetit

Nach Frühstück und nach Leben.

Ralf:

Weil Samstag ist (Frank Goosen) Der Klassiker rund um den VFL Bochum, das Stadion an der Castroper Straße und viele andere lokale Instanzen, die den Mythos der „Unabsteigbaren” begründet haben

Boateng so weit (11 FREUNDE) Eine Geschichte aus dem mit Liebe zum Fußball gemachten Magazin „11 FREUNDE”, die zeigt, dass auch die Stars am runden Leder letztlich Menschen sind auf der Suche nach Anerkennung und Liebe, wie alle, die es zugeben wollen.

Ingrid:

Novecento. Die Legende vom Ozeanpianisten (Alessandro Baricco) Leseprobe

Vorlesekapitel: Wie es möglich wird, dass aus einem Jungen, den es eigentlich gar nicht gibt, ein Pianist auf einem Ozeanschiff werden kann.

Ralf / Ingrid:

Spiegel-Interview ~ Humor im Alltag, Lachen ohne Häme, einfach spaßig,

mit verteilten Rollen gelesen:

Warum frisst Ihr Hund nur bio, Frau Stix?

Martina Stix,50, Inhaberin eines Ökoladens für Tiere, über Gemüse und Reis-Käse-Kekse

SPIEGEL: Frau Stix, Sie haben in Hamburg “Poodlewohl” eröffnet, einen Laden mit Biofutter für Hunde und Katzen. Warum sollen Hunde bio fressen?

Stix: Weil in konventionellem Fleisch Antibiotika und Hormone stecken. Das ist nicht artgerecht. … mehr auf DER SPIEGEL, 1.12.2014, Ernährung

Leserbriefe aus dem General Anzeiger Bonn vom 16. September 2014:

Thema: Für und Wider zu Partyschiffen

Wir lesen drei Leserbriefe zu diesem Thema vor, in denen mit Vehemenz mal für und mal gegen Partyschiffe auf dem „Bonner” Rhein Partei ergriffen wird.

Regina:

Das Pubertier (Jan Weiler) Jan Weilers Bestseller über das Verhältnis eines besorgten Vaters zu seiner weniger besorgten Tochter im Alter von 15 Jahren. Eher ein Stoff für Menschen, denen es ähnlich geht.

WIE JEDES MAL NACH DER VORLESEAKTION BLEIBEN DIE BÜCHER, AUS DENEN WIR VORGELESEN HABEN, AN ORT UND STELLE, UND EBENSO WEITERE BÜCHER, DIE WIR MITGEBRACHT HABEN FÜR DIE HAUSINTERNE BIBLIOTHEK wie zum Beispiel „Jeder kann es schaffen” (Autor Klaus Waller).

Vorausschau ~ selber mitmachen! ~ auf den 20. November 2015, der 12. BUNDESWEITE VORLESETAG

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