Literatur

BUCH

in memoriam GÜNTER GRASS_20150413_Im Krebsgang

Den Stichtag Donnerstag, 23. April 2015, 23. April 2013

~ Welttag des Buches ~

nehme ich zum Anlass, dem BUCH meine Reverenz zu erweisen …

1. Quer Beet: Bücher „vorgestellt”

2. was ein Buch sein kann

3. ein Buch ~ ein Buch: Bildcomposings

4. Links zum Thema Buch

5. Vorlesetage

6. Günter Grass ~ 13. April 2015

zu 1.

Quer Beet: Bücher „vorgestellt”,

 

die „ihre Leserin” / „ihren Leser” längst gefunden haben,

und sich empfehlen für neue Leserinnen und Leser!

Amor Towles, List Verlag

Eine Frage der Höflichkeit

Die Leserin: Ich lese „Geschichten“, die von Entwicklungen erzählen. Diese handelt von zwei jungen Frauen, die Ende der Dreißiger Jahre einen jungen Mann kennen lernen und sich verlieben, dennoch Freundinnen bleiben. Ist das wirklich so? Lesen Sie selbst.

Christine Brückner, Ullstein-Verlag

Die Poenichen-Trilogie (Jauche und Levkojen, Nirgendwo ist Poenichen, Die Quints)

Die Leserin: Mich bewegt und fasziniert besonders der Bogen der Erziehung, das generationenübergreifende Miteinander, in einer Zeit zwischen 1918 und 1976, als durch die Flucht aus der Pommerschen Heimat nichts mehr war wie früher.

Ich bin ‚Zufalls’leserin, lese weiter, wenn es mich ‚packt‘.

Sven Kuntze, Verlag C. Bertelsmann

Altern wie ein Gentleman – Zwischen Müßiggang und Engagement

Michael Mitterauer, Verlag C. H. Beck

Warum Europa?

Johannes Grabmeier, Animus Verlag

Kirchlicher Rechtsweg – vatikanische Sackgasse

Mamoru Itoh, Goldmann Verlag

Kleine Schule des Verstehens

Der Leser ist ein jede-Menge-Gleichzeitig- und-Diagonalleser; davon ist hier ein Teil „abgebildet“.

Geschichtsunterricht – für eine Heranwachsende (15 J.) – von ihrem Papa, der für sie Experte ist.

4 Hefte von GEO Epoche zu dieser Zeit.

Deutschland unter dem Hakenkreuz

Teil 1 1933 – 1936 – Die ersten 1.000 Tage der Diktatur

Teil 2 1937 – 1939 – Hitlers Weg in den Krieg

und

Der Zweite Weltkrieg

Teil 1 1939 – 1942 – Von Polen bis zum Pazifik. Wie die Katastrophe begann

Teil 2 1943 – 1945 – Von der Ostfront bis Nagasaki. Wie die Katastrophe endete

Der Vater:

Diese 4 Hefte, teilweise mit authentischem Videomaterial versehen, sind grandios!

Vor allem, weil sich darin auch chronologisch offenbart, dass der Boden für dieses unglaubliche Verbrecherregime insbesondere von preussen-junkerischen Politikern wie von Papen und Hindenburg und wenigen Großindustriellen, bei sinkendem Wahlergebnis der NSDAP von Juli auf November 1932, hier in Köln in der Villa Schröder auf dem Lindenthalgürtel bereitet wurde …

Nie vorher habe ich einen so chronologischen, vollständigen und verständlichen Überblick gelesen, wie diese 4 Hefte, die ich vor allem auch interessierten Eltern mit Kindern empfehlen kann, da nicht zuletzt durch das Bildmaterial ein hoher Beschäftigungsanreiz entsteht.

Hanns Josef Ortheil, Verlag Luchterhand

Die Erfindung des Lebens

Das Kind das nicht fragte

Die Leserin: Die Geschichten, aus 2 Positionen, sicher auch sehr autobiographisch, die erzählen von der inneren Welt eines Menschen, der gefangen ist im familiären System, verdammt zu Sprachlosigkeit, der sich mühsam in die Welt kämpft.

Eine elegante Sprache, die mir eine reiche Bilderwelt schenkt. und die nie langweilig wird!

Steven Millhauser, Berliner Taschenbuch Verlag

Ein Protest gegen die Sonne

15 unglaubliche Kurzgeschichten von überbordender Fantasie. Surrealistisch. Bunt.

Der Leser: lese fast alles, von Goethe bis T. C. Boyle. Es darf mich nur nicht schon auf den ersten 10 Seiten langweilen. Je fantasievoller desto besser.

Martin Walser, Rowohlt Verlag

Das dreizehnte Kapitel

Der Leser: Ich lese dieses dreizehnte Kapitel auf Empfehlung meiner Partnerin, deren Tipps vertraue ich blind.

Heinz Buschkowsky, Ullstein Verlag

Neukölln ist überall

Der Leser: Dieses Buch lese ich, weil ich aus erster Hand erfahren möchte, wie radikal die deutsche Gesellschaftspolitik umgestaltet werden muss.

Der Leser sagt von sich, er sei eine Leseratte.

Jonas Jonasson, Verlag Carl’s books, Übersetzung: Wibke Kuhn, Sprecher: Otto Sander

(auch als Buch erhältlich)

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand, 6 Audio-CDs, Gekürzte Lesung. 453 Min.

Die „Hörerin“ sagt: Humor, Komik, Skurriles, einfach unglaublich „gut zu hören“

Die „Hörerin“ empfiehlt das Hören überall dort, wo „ein Buch in der Hand“ nicht möglich ist, auf allen „Wegen hin zu …“ ~ die Zeit auf diese Weise doppelt nutzend.

Haruki Murakami, Verlag Dumont

1Q84

Die Leserin: sprituell, spannend und sprachlich ein Genuß.

Eugen Ruge, Rowohl Verlag

In Zeiten des abnehmenden Lichts

Das Buch handelt von einer Familie, die aus dem Blick verschiedener Familienangehöriger geschildert wird und dabei der 1.10.1989 – Geburtstag des Urgroßvaters – immer wieder eine Rolle spielt. Geschichtlicher, eingewobener Hintergrund: Kommunismus, Stalinismus, DDR Sozialismus, mit Mauerbau und Mauerfall und es reicht bis 2001! Sehr zu empfehlen!

Die Leserin: ist Mitglied in einem Literaturkreis, in dem dieses Buch aktuell besprochen wird.

Bernd Schroeder, Verlag Hanser

Auf Amerika

Die Beengtheit der ländlichen Idylle erzeugt den Wunsch nach einem Aufbruch in eine neue Welt.

Die Leserin: Das Lesen ist für mich ein großer Genuss, in eine andere Welt einzutauchen. Deshalb lese ich allerdings nie auf Reisen, da ich dort in die reale andere Welt eintauche.

Yan, Mo – laut Unionsverlag das Pseudonym von Guan Moye – Literaturnobelpreisträger 2012

Die Knoblauchrevolte, Originaltitel T’ein-t’ang suan t’ai chih ko (Rowohlt Verlag)

Die Schnapsstadt (Rowohlt Verlag)

Der Autor schildert das Chinesische Alltagsleben, mitunter sehr bedrückend, teilweise autobiographisch.

Die Leserin: Mich interessieren andere Länder, deren Kulturen. Bücher von Autoren, die „dem Volk aufs Maul schauen“.

Auf Reisen möchte sie nicht nur die schönen Fassaden kennen lernen.

Isabel Abedi, Loewe Verlag

Applaus für Lola, Kinderbuch ab 8 J.

Die Leserin (8 J.): Ich finde das Buch einfach schön, ich mag es. Lola hat immer so coole Ideen beim Schlafengehen, dann ist ihr nicht so langweilig und dann träumt sie so tolle Sachen.

Ich lese fast jeden Tag, eher abends, vor dem Schlafengehen.

Erich Maria Remarque, Ullstein Verlag

Im Westen nichts Neues (mit dem Zusatz: Remarques Buch ist das Denkmal unseres unbekannten Soldaten. Von allen Toten geschrieben.)

Das Buch erzählt von den Schrecken des Ersten Weltkriegs; von Zerstörung, Verwundung, Tod.

Die Entstehung des Buches (der Buchidee) ist 1916 in Osnabrück. Veröffentlicht wird das Buch zuerst ab 10. November 1928 als Fortsetzungsroman in der Vossischen Zeitung des Ullstein Verlages. Das Buch erscheint wegen des großen Leserechos (die Zeitungsauflage ist immer ausverkauft) am 29. Januar 1929. Der Hollywood-Film „All Quiet on the Western Front“ (Im Westen nichts Neues) wird in Berlin am 4. Dezember 1930 uraufgeführt und wenige Tage später auf Bestreben Goebbels durch die Regierung der Weimarer Republik abgesetzt.

Mit den Worten “Ich übergebe dem Feuer die Schriften des Erich Maria Remarque” wurde auch dieses Buch am 10. Mai 1933 öffentlich verbrannt. Die Bücherverbrennung ist eines der schwärzesten Kapitel der Deutschen Vergangenheit.

Die Leserin ist in diesem Fall die ergriffene Zuseherin der TV-Phoenix-Dokumentation Remarque, Sein Weg zum Ruhm, Film von Hanno Brühl und hat das Buch noch nicht gelesen.

Tügel, Hanne, Fischer Verlage

Wege zur Weisheit – Der Traum vom richtigen Leben, (Hinterer Klappentext: … Ein Buch, das Lust macht, sich davon eine Scheibe abzuschneiden.)

Die Leserin: beim Lesen gefiel mir der Gedanke immer mehr, diese Erfahrung mit Dir zu teilen.

zu 2.

was ein Buch sein kann

Ein Buch kann ein Aufklärungsbuch sein. – Täglich werden 8.000 Mädchen ihrer Genitalien und Würde beraubt. Alle elf Sekunden eins. Weltweit sind davon 150 Millionen Frauen betroffen.

Dieses Verbrechen will TARGET beenden. Herzstück des Einsatzes von TARGET ist DAS GOLDENE BUCH.

Ein Buch kann eine Brücke sein. Die Stiftung “Bookbridge” sammelt von Freiburg aus Bücher für die Mongolei und Kambodscha – und schult deutsche Manager. http://www.badische-zeitung.de/freiburg/ein-buch-kann-eine-bruecke-sein–64556958.html

Ein Buch kann ein E-Book sein. http://ebooklesegeraet.com/2011/06/21/was-zeichnet-den-amazon-kindle-aus/ http://de.wikipedia.org/wiki/E-Book

http://ebooklesegeraet.com/2011/06/25/das-kindle-buch-alles-was-man-wissen-muss/

Ein Buch kann ein Fotobuch sein. http://www.test.de/Fotobuecher-Per-Klick-zum-Buch-1617489-2617489/ , http://www.testberichte.de/testsieger/level3_online_bilderdienste_fotoalbendienste_2114.html

Fußnoten kann der Titel eines Buches sein. Fußnoten: Im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Noten in Musikstücken spielt der Hornist Felix Klieser mit dem linken Fuß … In sFußnoten_Buchcover_Felix Klieser_Hornist ohne Armeeinem Buch erzählt er ~ unter Mitarbeit von Céline Lauer ~ seine Geschichte: „Als Vierjähriger verkündet Felix Klieser wie aus dem Nichts seinen Eltern: »Ich will ein Horn!« Den Vorschlag der heimischen Musikschule, es doch lieber mit Blockflöte oder Xylophon zu probieren, lehnt der kleine Felix ab. Nichts anderes als ein Horn soll es sein! Dabei bringt Felix für dieses Instrument die schlechtesten Voraussetzungen mit, die man sich denken kann: Er wurde ohne Arme geboren. Doch Felix nimmt Unterricht und übt wie ein Besessener. Und er hat Erfolg. …” Hier wird er vorgestellt und spricht über sich und das Horn …

Fußball kann wie ein Buch sein. Der Schriftsteller Jan Böttcher ist Trainer der deutschen Autorennationalmannschaft, die jüngst Europameister wurde. Von ihr kann sich Löws Elf noch einiges abschauen. Ein Interview http://www.zeit.de/kultur/literatur/2010-05/jan-boettcher-interview

Ein Buch kann ein Geheimtresor sein. http://de.wikihow.com/Wie-man-ein-hohles-Buch-herstellen-kann

Ein Buch kann ein Hörbuch sein. http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6rbuch

Ein Buch kann ein Hort sein. … Wenn sich nächstes Mal ein Drama entfalte, solle man lieber im Park ein Buch lesen gehen … (Farhad Manjoo,Online-Autor).

Hintergrund des Artikels im General-Anzeiger Bonn am 22.4.2013: die „Echtzeit-Beobachtung“ von jedermann / jederfrau, die im Netz über Twitter etc. ungefiltertert Behauptungen verbreiten und damit oft Unschuldige an den Pranger stellen. Mehr: http://www.general-anzeiger-bonn.de/anschlaege-auf-boston-marathon/Schnell-und-ungesichert-Twitter-zeigt-in-Boston-neue-Medienwelt-article1033845.html

Ein Buch kann ein Karriereturbo sein. Dr. Petra Begemann über den Weg zum eigenen Sachbuch. http://www.existenzielle.de/cms/front_content.php?idart=1919

Business-Strategie und Publikationsstrategie sollten Hand in Hand gehen. Ein Beispiel dafür ist das wunderbare Buch von Sylvia Löhken über „Leise Menschen” http://www.leise-menschen.com/ . Frau Löhken schreibt über ihr Herzensthema und hat es damit bis in den Spiegel geschafft.

Ein Buch kann ein klitzekleines sein und gleichwohl Auskunft geben über Großes. Hier über Meine Grundrechte in der Europäischen Union. 2,5 x 3 cm – mehr zum Aussehen: http://www.booklooker.de/B%FCcher/Minibuch+Meine-Grundrechte-in-der-Europ%E4ischen-Union/id/A01k2CPF01ZZe

Mehr zum Inhalt: CHARTA DER GRUNDRECHTE DER EUROPÄISCHEN UNION

Ein Kochbuch kann Heimweh lecker machen. Heimweh kann so lecker sein!: Das Kochbuch für Austauschschüler  http://kochbuch-austauschschueler.jimdo.com/

Ein Buch kann ein sensationelles Lesegerät sein. Liebeserklärung an das Buch – ein sensationelles Lesegerät. Ein Beitrag zum Welttag des Buches am 22. April 2013

http://www.derwesten.de/kultur/liebeserklaerung-an-das-buch-ein-sensationelles-lesegeraet-id7868487.html

Ein Märchen, das im Leben nicht stattfindet, nämlich ein Märchenbuch.

Ein Buch kann ein Mahnmal sein…. „Wir wollen die Bücher auferstehen lassen, sie wieder in die Stadt hineinschicken, wo sie 1933 verraten und verbrannt worden sind. Dieses Denkmal ist lebendig und entfaltet seine volle Kraft jedes Jahr im Mai“: Horst Hoheisel, Künstler. Mehr auf http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bonn/bonn-zentrum/Buchruecken-erinnern-an-die-Buecherverbrennung-1933-article1036326.html

Auch ein Pass kann ein nettes Buch sein – die Finnen machen es vor: Daumenkino mit Elch. Zu sehen auf YouTube http://youtu.be/_LXxlXSCyLY

Rückzugsort, der vor Unüberlegtheit bewahrt:

… wenn sich wieder ein Drama entfalte, solle man „lieber im Park ein Buch lesen“ … sagt Farhad Manjoo, Autor des Online-Magazins „Slate“. (dpa-Meldung von Andrej Sokolow im Bonner General-Anzeiger, 22.4.2013) Hintergrund war die Fahndung nach den Bombenlegern von Boston und die in den, sozialen Netzwerken‘ und anderen Medien lauffeuerartig verbreiteten falschen Informationen zu Tätern.

Ein Buch kann ein Sparbuch sein. http://de.wikipedia.org/wiki/Spareinlage

Ein Buch kann ein Telefonbuch sein. www.dasoertliche.de/

www.gelbeseiten.de/ http://www.dastelefonbuch.de/Internationale-Auskunft.html

Ein Buch kann ein Träume-Entschlüssler sein. http://www.traumdeutung-traumsymbole.de/Traumsymbole/verzeichnis/b/Buch.html

Ein Buch kann zu einem verbrannten Buch geworden sein. Bücherverbrennung http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverbrennung_1933_in_Deutschland http://www.verbrannte-buecher.de/t3/index.php?id=56

Stellvertretend für alle verbrannten Bücher nenne ich hier „Im Westen nichts Neues“, Erich Maria Remarque, Ullstein Verlag (siehe oben)

Ein Buch kann ein Zauberbuch sein. http://de.wikipedia.org/wiki/Grimoire

zu 3.

ein Buch ~ ein Buch: Bildcomposings

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zu 4.

Links zum Thema Buch

Welttag des Buches 2015 https://vorsichtbuch.de/herzbuch/

Welttag des Buches 2013 http://www.welttag-des-buches.de/de/135793/ , http://www.unesco.de/welttag_buch.html

Vorsicht Buch http://vorsichtbuch.de/ dazu schreibt ZEIT ONLINE , buchreport

Stiftung Lesen http://www.stiftunglesen.de/index.php , http://www.lesestart.de/ Kampagne Ihr Buch hat ein Gesicht / Wiens Buchhandel hat viele. 46 Buchhandlungen in Wien zeigen Gesicht , http://www.buecher.at/show_content.php?sid=94&detail_id=6894

Lesen in Deutschland - Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung http://www.lesen-in-deutschland.de/html/content.php?object=materialien&lid=36593 Frankfurt liest ein Buch – Der Verein »Frankfurt liest ein Buch e.V.« hat es sich zum Ziel gesetzt, ein Buch zum Gesprächsstoff und zum Gemeinschaftserlebnis für alle Menschen der Stadt Frankfurt am Main zu machen. Dabei möchte der Verein Bürger, Institutionen und Prominente zu einem Thema in möglichst vielfältiger Form zusammenbringen. http://www.frankfurt-liest-ein-buch.de/2012/home/home.html

 

zu 5.

Vorlesetage

Vorlesetag in der JVA Siegburg ~ 16. November 2012

Vorlesetag im Mädchenhaus Bonn ~ 22. November 2013

Vorlesetag in der Fachklinik Meckenheim ~ 11. Dezember 2014

Vorlesetag in einer Zuflucht der Kinder- und Jugendhilfe Godesheim ~ 20. November 2015

 

zu 6.

Günter Grass

* 16. Oktober 1927 in Danzig-Langfuhr, Freie Stadt Danzig, als Günter Wilhelm Graß;

† 13. April 2015 in Lübeck

der sprachverliebte weltberühmte Schriftsteller

was zu wissen wäre ~ über „das allgemein Bekannte“ hinaus

Traueranzeige des Günter Grass-Hauses in Lübeck

“Mit einem Sack Nüsse

will ich begraben sein

und mit neuesten Zähnen.

Wenn es dann kracht,

wo ich liege,

kann vermutet werden:

Er ist das,

immer noch er.”

Zitat aus Grass’ “Fundsachen für Nichtleser”

Die Zähne

Seine Zähne: bräunlich-gelb, des Pfeifenrauchens wegen(?), ansonsten immer noch „neuest genug“, Nüsse zu knacken, und seien es die mitgegebenen in Grabes Statt. Denn, dass er nimmer sein Maul aufmachen würde: undenkbar

Der Tanz

Tanz mit Tochter Helene (Anlass: Nobelpreis 1999: Angekommen im Dichterolymp)

Grass war ein leidenschaftlicher Tänzer. Ausdruck gab er „dem Tanz“ auch in LETZTE TÄNZE. Dort ist das Ergebnis seines Schaffensrausches zu sehen / zu lesen (in seiner Eigenschaft als Bildhauer, Zeichner und Dichter).

Der Sprachverliebte

Christoph Bungartz, NDR (13.4., tagesschau 12:15): ein enttäuschter Linker, der mit dem Apparat der SPD irgendwann auch gebrochen hat, hat sich gerne mit den eigenen Leuten gestritten. … Ich glaube schon, dass es eine große Lücke ist [die er hinterlässt], zum einen haben wir wenige Figuren wie ihn gehabt und haben ~ im Moment wüsste ich keinen, den man in seiner Nachfolge nennen könnte ~, die noch so für Literatur und politisches Engagement stehen. Zum anderen ~ für mich ~ finde ich, geht aber auch ein Mann, der ein großer Sprachkünstler gewesen ist. Also, ihn nur zu reduzieren auf das Politische, auf diesen Sozialdemokraten mit der Feder, das ist ein bisschen wenig, er war ein großer Sprachverliebter.

Der Waffen-SS-Soldat im Pubertätsalter

Was ?„nur die Amerikaner wussten“:

Als Grass bei Kriegsende in Gefangenschaft geriet, gab er sich den Amerikanern auch als Angehöriger der Waffen-SS zu erkennen.

Ach, all‘ ihrjenigen, die ihr über-ihn-herfielt, als ihr „es“ !Goethe sei Dank, in Form der gehäuteten Zwiebel, augenreibend lesen konntet. „Denn was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen“. Ihr Moralapostel der 2006er Jahre, ihr wusstet „es“ also nicht, habt ihn quasi erst „mit sich selbst“ aufgedeckt: so als hätte sein Lebenswer(t)k, wäre „es“ bekannt gewesen von Zeit an, nicht hätte entstehen können. So, als wäret ihr, sozusagen an seinerstatt, nicht gewusst, dass es dieses Lebenswer(t)k hätte geben können, DIE FIGUR geworden, deren ihr ihn entzaubert zu sehen glaubtet.

Der Fußball-Anhänger

Auf die Frage an den Programmleiter von Nordwestradio, Jörg-Dieter Kogel, der seit 1993 intensiv mit Günter Grass zusammenarbeitete: „Jetzt seien Sie mal ehrlich, ich meine, Günter Grass hätte doch mit jeder [Radio-]Anstalt in Deutschland zusammenarbeiten können, warum ausgerechnet mit dem kleinen Radio Bremen? Ohne uns jetzt selbst klein zu reden.“ Antwort von J.-D. Kogel: „Weil er ein Faible für die Kleinen hatte. So ähnlich wie er im Fußball ein Anhänger von Werder Bremen und dem FC Freiburg war, so hat er die großen Einheiten gemieden. …”

Der Stifter

Günter Grass gründet Stiftung zugunsten des Romavolkes (28. August 1997) Stiftung zugunsten des Romavolkes

Günter Grass gründet mit Peter Rühmkorf die Wolfgang-Koeppen-Stiftung (Frühjahr 2000)

Im Jahre 1992 gründete Günter Grass die Daniel-Chodowiecki-Stiftung

Günter Grass gründet 2010 die August-Bebel-Stiftung

und noch mehr …

Der Kinderliedsänger

„One man and his dog went to mow a meadow“ ~ gesungen an einem Abend im Oktober 1995 in Behlendorf, für Everett (4 J.), den Sohn von John Irving.

Der Kopfständler

Tradition bei seinem Geburtstag im Familienkreis: Zum Vergnügen der jüngeren Generationen macht er einen Kopfstand. Ende beim 79., danach stellte sich wohl körperliche Vernunft ein …

Kategorie: Literatur

von

Meine Geburts- und Heimatstadt ist Wien an der Donau. Die Welt erschloss sich mir weiter am Rhein ~ in meinen Lebensentwürfen mit Menschen meiner Liebe. Mitteilen und Teilen in und mit POETRY-SIGHTS, das ist, was mich antreibt, die Seite hier zu betreiben für alle, die Sinn dafür haben.